Satzung für das
Aachener Institut für Mittelstandsentwicklung e.V.

in der Fassung vom 7. Mai 2012

Vorbemerkung

Alle Amts- und Berufsbezeichnungen sind in der kürzeren männlichen Version aufgeführt, gelten aber für Frauen wie für Männer gleichermaßen.

§ 1  Name, Sitz, Geschäftsjahr

  1. Der Verein führt den Namen „Aachener Institut für Mittelstandsentwicklung“, abgekürzt „AIME“. Der Verein soll in das Vereinsregister eingetragen werden und führt dann den Zusatz „e. V.“.
  2. Der Verein hat seinen Sitz in Aachen.
  3. Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.

§ 2  Zweck

  1. Zweck des Vereins ist die Förderung
    • anwendungsorientierter Forschung auf dem Gebiet des Aufbaus und der nachhaltigen Entwicklung kleiner und mittlerer Unternehmen; Gegenstand der Forschung sind unter anderem die Entwicklung und Anwendung von Methoden und Erkenntnissen der unternehmerischen und technologischen Exzellenz von der Gründung bis zum stabilen mittelständischen Unternehmen in den Bereichen Führung, Strategie, Mitarbeiter, Ressourcen und Prozesse;
    • der Zusammenarbeit von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen sowie der FH Aachen im Bereich der Aus- und Weiterbildung sowie der anwendungsorientierten Forschung, um somit zu einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft beizutragen.
  2. Zur Erreichung dieser Ziele dienen insbesondere folgende Maßnahmen:
    • Entwicklungsvorhaben im Rahmen angewandter Forschung und Entwicklung;
    • Durchführung von Vorträgen, Tagungen, Veranstaltungen zur Aus- und Weiterbildung;
    • Durchführung und Veröffentlichung von Studien;
    • Veröffentlichung von wissenschaftlichen Untersuchungen;
    • Förderung der Zusammenarbeit mit anderen Bildungs- und Forschungseinrichtungen;
    • Gründung und Trägerschaft eines An-Institutes der FH Aachen.

§ 3  Gemeinnützigkeit

  1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten in ihrer Eigenschaft als Vereinsmitglieder keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 4  Mitgliedschaft

  1. Mitglieder des Vereins können natürliche und juristische Personen werden, die bereit sind, die Ziele des Vereins aktiv zu unterstützen.
  2. Ordentliches Mitglied kann jede natürliche oder juristische Person oder jede Personenvereinigung werden, die bereit ist, den Vereinszweck zu fördern. Der Antrag auf Mitgliedschaft ist schriftlich beim Vorstand zu stellen, der über den Erwerb der Mitgliedschaft entscheidet. Gegen einen ablehnenden Bescheid kann die Entscheidung der Mitgliederversammlung beantragt werden.
  3. Die Mitgliedschaft endet durch schriftlich gegenüber dem Vorstand zu erklärenden Austritt, wobei die Kündigung der Mitgliedschaft zum Ende des Kalenderjahres wirksam wird und mindestens drei Monate vor Jahresende eingereicht werden muss. Die Mitgliedschaft endet weiterhin durch Ausschluss durch den Vorstand, bei natürlichen Personen durch Tod oder bei juristischen Personen durch das Erlöschen.
  4. Ein Mitglied kann auf Beschluss des Vorstands ausgeschlossen werden bei Satzungsverletzung, bei einer Schädigung des Ansehens oder der Interessen des Vereins bzw. bei Nichtzahlung des Beitrages nach wiederholter erfolgloser Mahnung. Vor der Beschlussfassung muss dem Mitglied Gelegenheit zur mündlichen oder schriftlichen Stellungnahme gegeben werden. Das betroffene Mitglied kann innerhalb von 30 Tagen nach Zugang des Beschlusses bei der Mitgliederversammlung Berufung einlegen. Der Einspruch hat aufschiebende Wirkung.

§ 5  Organe

  1. Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand.
  2. Der Verein kann sich einen Beirat geben.

§ 6  Mitgliederversammlung

  1. In jedem Jahr findet mindestens eine ordentliche Mitgliederversammlung statt. Auf Antrag von mindestens 10 % der Mitglieder oder von zwei Vorstandsmitgliedern ist eine (außerordentliche) Mitgliederversammlung einzuberufen.
  2. Die Einladung zur Mitgliederversammlung erfolgt schriftlich durch den Vorsitzenden des Vorstands unter Einhaltung einer Frist von sechs Wochen und mit Nennung der Tagesordnung. Die Tagesordnung setzt der Vorstand fest. Mitglieder können Anträge zur Tagesordnung schriftlich beim Vorstand bis zu drei Wochen vor der Mitgliederversammlung einreichen. Die Mitgliederversammlung kann eine Ergänzung der vom Vorstand festgesetzten Tagesordnung beschließen.
  3. Die Mitgliederversammlung hat folgende Aufgaben:
    1. Wahl oder Abwahl von Mitgliedern des Vorstands,
    2. Entgegennahme des Jahresberichts des Vorstands über das abgelaufene Geschäftsjahr,
    3. Beschlussfassung über die Entlastung des Vorstands,
    4. Stellungnahme zum Haushaltsplan für das kommende Geschäftsjahr,
    5. Festsetzung der Höhe und der Fälligkeit der Mitgliedsbeiträge,
    6. Beschlussfassung über Satzungsänderungen und Auflösung des Vereins,
    7. Beschlussfassung über Geschäftsordnungen.
  4. Die Mitgliederversammlung wird von einem Mitglied des Vorstands, in der Regel durch den Vorsitzenden, geleitet.
  5. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der Mitglieder vertreten sind. Kommt keine Beschlussfähigkeit zustande, so ist mit einer Frist von mindestens 14 Tagen erneut zu einer Mitgliederversammlung mit gleicher Tagesordnung einzuladen. In diesem Fall besteht Beschlussfähigkeit unabhängig von der Anzahl der anwesenden Mitglieder.
  6. Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen gefasst. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt. Stimmenthaltungen gelten als ungültige Stimmen. Satzungsänderungen bedürfen einer Mehrheit von drei Viertel der abgegebenen gültigen Stimmen. Abstimmungen erfolgen grundsätzlich durch Handzeichen. Wenn ein Drittel der anwesenden Stimmberechtigungen dies verlangt, muss geheim abgestimmt werden. Stimmübertragungen auf andere Mitglieder sind zulässig.
  7. Die Wahl der Mitglieder des Vorstands wird wie folgt durchgeführt:
    Bei Wahlen ist gewählt, wer mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten hat. Hat niemand mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten, so findet zwischen den beiden Kandidaten, welcher die meisten Stimmen erhalten haben, eine Stichwahl statt. Gewählt ist dann derjenige, der die meisten Stimmen erhalten hat. Bei gleicher Stimmenzahl entscheidet das von dem Versammlungsleiter zu ziehende Los.
  8. Ein Mitglied des Vorstands kann nur durch Wahl eines Nachfolgers abgewählt werden.
  9. Über die Mitgliederversammlung wird ein Protokoll angefertigt, das von dem Protokollführer und dem Versammlungsleiter unterzeichnet wird. Das Protokoll ist den Mitgliedern zuzusenden.

§ 7  Vorstand

  1. Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, dem stellvertretenden Vorsitzenden, dem geschäftsführenden Vorstandsmitglied (Geschäftsführer) und ggf. weiteren Vorstandsmitgliedern. Die Vorstandsmitglieder werden aus den Reihen der Mitglieder von der Mitgliederversammlung auf drei Jahre gewählt. Wiederwahl ist zulässig. Der Vorstand bleibt bis zur Neuwahl im Amt. Mit Beendigung der Mitgliedschaft endet auch das Vorstandsamt.
  2. Scheidet ein Vorstandsmitglied vor Ende der Amtszeit aus, ergänzt sich der Vorstand selbstständig. Dies ist durch die nächste Mitgliederversammlung zu bestätigen.
  3. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn 2/3 seiner Mitglieder vertreten sind. Er fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit.
  4. Der Vorsitzende des Vorstands, der stellvertretende Vorsitzende und das geschäftsführende Vorstandsmitglied bilden den Vorstand nach § 26 BGB.
  5. Der Vorstand nach § 26 BGB gibt sich eine Geschäftsordnung.
  6. Mindestens ein Mitglied des Vorstands ist ein Professor der FH Aachen.
  7. Der Vorstand ist für alle Angelegenheiten des Vereins zuständig, soweit sie nicht durch Satzung einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind. Er führt die Beschlüsse der Mitgliederversammlung aus, informiert die Mitglieder, wird im Sinne des Vereinszwecks tätig und ist für den Haushalt verantwortlich.
  8. Gegen Beschlüsse des Vorstands kann von Betroffenen oder von Mitgliedern Einspruch eingelegt werden. Diese Einsprüche werden auf der nächsten Mitgliederversammlung behandelt.
  9. Bei entsprechendem Umfang der Vereinstätigkeiten kann der Vorstand seine Tätigkeiten für den Verein auch neben- oder hauptberuflich erbringen.

§ 8  Beirat

  1. Der Beirat berät den Vorstand in allen Angelegenheiten des Vereins, die an den Beirat herangetragen oder von ihm aufgenommen werden.
  2. Der Beirat wählt aus seinen Reihen einen Vorsitzenden und einen Stellvertreter für die Dauer von vier Jahren.
  3. Der Beirat kann im Einvernehmen mit dem Vorstand Arbeitskreise bestellen, denen auch Nichtmitglieder des Vereins angehören können.
  4. Der Beirat besteht aus höchstens fünfzehn Mitgliedern. Sie vertreten die Sachgebiete des Vereins gemäß § 2 und werden von der Mitgliederversammlung auf vier Jahre gewählt. Jedes Beiratsmitglied ist einzeln zu wählen. Wiederwahl ist zulässig.
  5. Die Vorschläge zum Beirat sowie Angaben zur Person werden den Mitgliedern mit der Einladung zur Mitgliederversammlung bekannt gegeben. Zu einer offenen Aussprache auf der Mitgliederversammlung ist Gelegenheit zu geben.
  6. Zu den Beiratssitzungen sind die Mitglieder des Vorstands einzuladen.
  7. Der Vorsitzende oder sein Vertreter führt den Vorsitz in den Sitzungen des Beirates. Sind diese verhindert, bestellt der Beirat für seine Sitzung oder Angelegenheit einen Verhandlungsführer aus seinen Reihen.

§ 9  Mitgliedsbeiträge und Finanzierung des Vereins

  1. Der Verein finanziert sich aus den Beiträgen seiner Mitglieder und aus Einnahmen für erbrachte Leistungen.
  2. Die Mitglieder zahlen Beiträge, deren Höhe jeweils für das folgende Geschäftsjahr von der Mitgliederversammlung beschlossen wird. Der Jahresbeitrag ist innerhalb der ersten beiden Monate des Geschäftsjahres zu leisten.
  3. Der Verein darf über die in seinem notwendigen Anlagevermögen und durch seine Verpflichtungen gebundenen Mittel hinaus ein Vermögen nur zu Zwecken ansammeln (Zweckvermögen), die durch den § 2 der Satzung bestimmt sind. Ein Zweckvermögen in diesem Sinne ist zur weiteren Förderung der Arbeit des Vereins zu verwenden.
  4. Der Verein haftet ausschließlich mit seinem Vereinsvermögen. Eine persönliche Haftung besteht für seine Mitglieder nicht.

§ 10  Auflösung des Vereins

  1. Wird ein Antrag auf Auflösung des Vereins gestellt, so ist auf diesen Tagesordnungs-punkt bei der Einladung zur Mitgliederversammlung ausdrücklich hinzuweisen. Ist diese Mitgliederversammlung nicht beschlussfähig, so wird mit einer Frist von vier Wochen erneut eine Mitgliederversammlung einberufen.
  2. Die Auflösung des Vereins bedarf der Mehrheit von drei Viertel der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder.
  3. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das verbleibende Vermögen der FH Aachen zu, die das Vermögen unmittelbar und ausschließlich im Sinne der Vereinssatzung zu verwenden hat.

§ 11  Erweiterte Vollmacht des Vorstands

Der Vorstand wird ermächtigt, Änderungen und Ergänzungen der Satzung vom 20.01.2012 vorzunehmen, die das Amtsgericht für die Eintragung in das Vereinsregister oder das Finanzamt für Körperschaften zur Erlangung der Gemeinnützigkeit für erforderlich hält.